Der Himmel unter uns** I Christian Grahn I Dystopie I Band 1 I 352 Seiten I Kaufen*

 

Klappentext
Würdest du an deinen Prinzipien festhalten, auch wenn es dich zerstören könnte? Jim, ein ehemaliger Ermittler der elitären Unterstadt, lebt ein eintöniges aber hartes Leben im Exil in der von extremem Wetter und Armut gezeichneten Oberstadt. Als seltsame Dinge geschehen, die sogar zum Tod eines Kollegen und Freundes führen, ergreift er die Gelegenheit, dem tristen Alltag zu entkommen und der Sache auf den Grund zu gehen. Schnell wird klar, dass er einer riesigen Sache auf der Spur ist. Trotz der Schrecken, denen er in der Unterstadt begegnet, erkennt er die Chance für einen Neuanfang, der allen Bewohnern von Riveris mehr Gerechtigkeit bringen kann. Aber nicht alle wollen das bestehende System aufgeben, so dass sich Jim kurzerhand im Fadenkreuz der Drahtzieher wiederfindet. Der Debütroman von Christian Grahn vereint Elemente aus Dystopie, Mystery, Krimi und Thriller zu einer düsteren, faszinierenden, fesselnden und spannenden Geschichte. Wenn du “Hunger Games”, “Outer Limits” und Ähnliches magst, wirst du dieses Buch lieben.

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Wenn wir Menschen doch alle gleich sind, warum gibt es dann diese Teilung? Weil einige eben gleicher sind als andere. Immer werden sich welche für besser und würdiger halten als andere und die halten das ganze System aufrecht.

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Der Himmel unter Uns habe ich bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen. Mich hatte der Klappentext sehr angesprochen, da ich den Aspekt der Ober- und Unterstadt sehr spannend finde und er die Kluft zwischen Armut und Reichtum verdeutlicht. Da es sich hierbei um das Debüt des Autors handelt, habe ich nicht erwartet, dass er bereits auf hohem Niveau schreibt. Jedoch hat mir sein Schreibstil eher weniger gefallen, da es ein paar Kleinigkeiten gab, die mich gestört haben. Aber dazu weiter unten mehr. 

Das Setting spielt in einer Welt nach der Zerstörung. In der Oberstadt können die Menschen ihre Wohnungen nicht ohne Schutzkleidung verlassen, da ein Sandsturm über dem Land wütet. In der Unterstadt sind die Menschen davor geschützt. An sich leben in der Oberstadt die Arbeiter und in der Unterstadt die Menschen, die über einen gewissen Reichtum verfügen. Diesen Aspekt fand ich sehr spannend. Allerdings hätte ich mir viel mehr Hintergrundwissen über die Welt gewünscht. Wieso kam es zur Zerstörung? Wieso wurde die Stadt in die Ober- und Unterstadt gespalten? Und wie kommt man in die Unterstadt?

Charaktere gab es anfangs sehr viele, sodass ich Probleme hatte, alle Namen zu zu ordnen. Aber es kristallisierte sich heraus, dass ich Jim, einen ehemaligen Polizist begleiten darf, der aus der Unterstadt verbannt wurde und nun als Arbeiter in der Oberstadt lebt. Jim blieb mir als Charakter leider viel zu blass. Viel zu spät erzählt der Autor kurz, wieso Jim nicht mehr in der Unterstadt wohnt. Diesen Aspekt hätte ich mir wesentlich früher gewünscht, da immer mal wieder davon geredet wird. Generell blieben mir die Charaktere fremd und es  gab keinen mit dem ich mich hätte identifizieren können.

Leider ist der Einstieg nicht gut gelungen. Ich fand ihn zwar erst interessant, aber nach und nach zog er sich doch sehr. Ich habe etwas über Jims Leben in der Oberstadt erfahren dürfen und lernte so seinen Alltag kennen. Dies spielte sich auf den ersten 50 Seiten ab, bis etwas passierte. Generell muss ich sagen, dass mir die Geschichte in der Unterstadt wesentlich besser gefallen hat. Hier hat der Autor gezeigt, dass er auch anders kann. Allerdings auch hier mit einige Schwächen. Mir persönlich schreibt er viel zu ausschweifend und kommt nicht richtig zum Punkt. Ich hatte oftmals das Gefühl, dass Seiten gefüllt werden müssen. Ich hätte mir gewünscht, dass er schneller zum Punkt kommt. Leider ist dadurch einiges an Spannung verloren gegangen, die sicherlich nicht hätte verloren gehen müssen.

Das Ende wiederum hat mir gut gefallen, was neugierig auf den nächsten Teil macht. Allerdings möchte ich ihn auf Grund der oben genannten Punkte nicht lesen. 

Mein Fazit
Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen, wie der Klappentext vermuten lassen hat. Der Autor schreibt in meinen Augen zu ausschweifend, sodass einiges an Spannung verloren gegangen ist. Die Charaktere werden eher oberflächlich beschrieben und bleiben daher eher fern. Ich hätte mir viel mehr Tiefe, mehr zum Punkt kommen und authentischere Charaktere gewünscht. 

 

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